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Fährenhüpfen im wasserreichen Kaag und Braassem

Fährenhüpfen im wasserreichen Kaag und Braassem

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Handelswege Leben mit Wasser

Fährenhüpfen im wasserreichen Kaag und Braassem

Eine Ausnahme ist die Fähre an De Kaag: Sie ist der einzige Zugang zur Insel. Die Fähre zur Kaag-Insel ist die einzige in der Gemeinde, die Tag und Nacht fährt. Ausfallen ist keine Option.

Eine Minute

Die Fähre Kaag verbindet die Dörfer Buitenkaag und Kaag, die Gemeinden Haarlemmermeer und Kaag und Braassem und die Provinzen Nord- und Südholland miteinander. Das dauert eine Minute, denn es muss nur der 38 Meter breite Ringvaart überquert werden. Eine Reise, die die Fähre im Sommer täglich mehrere hundert Male zurücklegt.

Bekannte Gesichter

Die meisten Fährenbenutzer sind Bewohner von Kaag und die Mitarbeiter von kleinen Betrieben und Restaurants auf der Insel. Die Mitarbeiter von Schiffsbauer Van Lent bilden hier die größte Gruppe. „Mit der Zeit lernt man die Gesichter der meisten Bewohner schon kennen”, erzählt Fährmann Michel Monster. „Von Klein auf, denn alle Kinder gehen in Buitenkaag zur Schule, man sieht sie also morgens losfahren und mittags wieder zurückkommen. Es sind ungefähr 500 Einwohner, das ist also zu bewältigen.”

Hin und her

Die wichtigsten Unterschiede zu anderen Fähren in der Gemeinde sind der 24-Stunden-Dienst und die Möglichkeit, das Auto mitzunehmen. Die Fähre müsste 50-mal hin- und herfahren, um alle 200 Autos von der Insel überzusetzen. Im Sommer kann es dann schon einmal sehr voll werden. Besuchern wird davon abgeraten, das Auto mitzunehmen. Auf der Insel ist alles zu Fuß erreichbar, und es können Fahrräder ausgeliehen werden.

Indisch essen

Dass man jederzeit von der Insel herunterkommt, ist angenehm, wenn man in einer der gastronomischen Einrichtungen noch etwas trinken will. Für die Bewohner ist es eine Notwendigkeit. „Deshalb machen wir Nachtschichten“, erklärt Michel. „Am Ufer von De Kaag haben wir ein Fährmannshäuschen mit Fernseher und Internet. Wenn jemand auf die andere Seite möchte, kann er anklopfen und wenn man auf der gegenüberliegenden Seite steht, kann man auf eine Klingel drücken. Wir fahren nachts ca. 30-mal hin und zurück.” Dass Michel die Bewohner kennt, zeigen die vielen freundlichen Begrüßungen. „Ich weiß auch genau, wer eine Vignette hat, sodass ich nicht jedes Mal umsonst zum Abrechnen kommen muss. Und man sieht natürlich genau, wer mit wem übersetzt, und die gehören nicht immer zusammen!“, lacht er. Die Bewohner kennen ihre Fährmänner, acht an der Zahl, gut und schätzen ihre Arbeit. „Man bekommt regelmäßig etwas zugesteckt, zum Beispiel ein Osterei oder eine Flasche Wein zu Weihnachten, und Restaurant De Twee Wilgen bringt jeden Mittwoch einen Teller indisches Essen für den diensthabenden Fährmann. Das ist köstlich!“

Aufs Wasser

Eine Fähre bedienen sieht einfacher aus als es ist. „Es hat mich schon ein paar Wochen gekostet, bevor ich es vollständig beherrscht habe. Es macht nämlich einen Unterschied, ob man mit dem Rücken nach Osten oder Westen steht; das macht sich beim Ansteuern des Ufers bemerkbar. Und bei starkem Wind muss man sehr aufpassen. Die Fähre liegt einfach frei im Wasser. Ich wurde schon mal ein ganzes Stück Richtung Leimuiden getrieben.“ Im Winter bleibt das Wasser offen und es ist schwierig, durch die Eisschollen zu fahren. „Vor allem beim Anlegen sind die im Weg. Doch mit dem 80 PS Dieselmotor kann ich ordentlich Schub geben.“ Autofahrer müssen die Handbremse anziehen, denn die Fahrt kann etwas unstabil sein.” Manchmal gibt es einen kleinen Stoß, doch meist geht alles gut. Einmal habe ich erlebt, dass jemand vom Ufer aus auf die Fähre fahren wollte, während ich auf der gegenüberliegenden Seite lag. Er fuhr einfach weiter!“

Finstere Gestalten

Niemand erwartet eine Brückenverbindung. „Die Bewohner finden es sehr angenehm, dass nicht einfach jeder auf die Insel fahren kann. Ich habe neulich ein paar finstere Gestalten am Ufer stehen lassen. Sie hatten nicht wirklich eine Erklärung dafür, warum sie mitten in der Nacht auf die Insel wollten. Die Einbruchquoten werden ziemlich niedrig sein, denke ich.”

Neben der Fähre Kaag gibt es noch drei Fähren in der Gemeinde. Von De Kaag aus verkehrt von Mai bis September eine Fahrradfähre nach Oud Ade. Die Fähre Paddegat verkehrt zwischen Woubrugge und Roelofarendsveen, und mit der Fähre Oude Wetering kommt man im Handumdrehen von Oude Wetering nach Leimuiden.

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